Mythos Crackling-Topcoat


Den normalen Nagellack kennt ja eigentlich jeder. An seiner Beschaffenheit gibt es nichts Besonderes. Doch bei den Crackling-Topcoats habe ich mich immer gefragt, warum sie überhaupt aufreißen und wie dieses Phänomen zustande kommt. Lasst uns zusammen mal wieder einen Trip in die wunderbare Welt der Chemie machen :)

Schaut man auf die Inhaltsstoffe des Zerreiß-Lacks, dann werden einem die Ersten bekannt vorkommen.
Die kommen nämlich auch in handelsüblichem Nagellack vor: Ethyl Acetat, Butyl Acetat und Nitrocellulose. Nächste Zutat ist Siliciumdioxid (Silica). Das Mineral verhindert das Absetzen von festen Bestandteilen während der Lagerung und macht Lacke kratzfest. Desweiteren ist Silica stark wasseranziehend und somit trocknend. Ein weiterer Trocknungsstoff findet sich auch noch in diesen Lacken. Der nennt sich Bentonit und entzieht dem gesamten Gemisch die Feuchtigkeit. Das heißt man muss sich den ganzen Ablauf folgendermaßen vorstellen: Ihr tragt euch den Lack auf, der ja auch aus Lösungsmitteln besteht. Dazu zählt das Ethyl Acetat, Butyl Acetat und 2-Propanol (Isopropanol Alkohol). Das Propanol ist schnell flüchtig, d.h. es verdunstet sehr schnell. Die Kieselsäure und das Bentonit tun ihr Übriges. Sie trocknen das Ganze sehr schnell und entziehen noch den Rest der Feuchtigkeit, sodass  die festen Bestandteile (Polymere) des Lacks extrem schnell ohne Lösungsmittel dastehen, die Spannung somit relativ groß wird und sie reißen. Letztendlich kann man sagen, dass ein Crackling-Topcoat das Zusammenspiel von extrem schneller Trocknung und dem daraus resultierenden Reißen der Feststoffe ist. Das wird natürlich bei normalem Lack vermieden.

Kommentare:

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