Mein Freiwilliges Jahr

  
Wie vielleicht ein paar meiner Leser wissen, absolviere ich zur Zeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (kurz FÖJ) in einer Kinder- und Jugendeinrichtung, deren Leitsatz folgender ist: „Natur verstehen, erleben, schützen“. Da dachte ich mir, dass ich ein bisschen aus meinem Alltag erzähle und wie ich dieses FÖJ momentan erlebe. Es kann ja gut möglich sein, dass sich der ein oder andere von euch auch dazu hinreißen lässt :)

Diese wunderschönen Tiere kann man in unserer Einrichtung hautnah erleben, d.h. man bekommt viele Infos zur Lebensweise und anderen Besonderheiten. Anfassen darf man sie auch. Ich bin eigentlich nicht für deren Wohl zuständig, sondern ein anderer FÖJ-ler. Aber wenn er nicht da ist, kümmere ich mich um die Echsen, Schlangen, Spinnen und Kröten. Vor allem habe ich den Stachelschwanzwaran total lieb gewonnen, weil er dem männlichen Geschlecht total ähnlich ist: Liegt faul rum, futtert extrem gerne und viel und versucht regelmäßig sein Weibchen zu besteigen, selbt wenn es „Kopfschmerzen“ hat :D (Das ist jetzt natürlich ein Klischee-Typ von Mann)

Meine Hauptaufgabe besteht in der Öffentlichkeitsarbeit. Ich organisiere Veranstaltungen wie zB. Terrarienführungen und sonstige Vorträge für Schulen und Kindergärten. Außerdem bin ich bei Familientagen und Festen an vorderster Front vorzufinden. Einmal die Woche leite ich einen Treff für Kinder von 5 – 7 Jahren und muss die kleinen Bengel 1,5 Stunden belustigen bzw. beschäftigen.

Seit vier Monaten bin ich nun dabei. Natürlich gibt es gute Dinge und weniger gute Dinge zu berichten. Positiv ist unter anderem, dass man sich seine Arbeitszeit selbst einteilen kann (Es müssen jedoch 8 Stunden gearbeitet werden!). Der Umgang mit den Tieren und den Kindern macht sehr viel Spaß, auch wenn Beides zusammen in Stress ausarten kann. Es steht bei einer sozialen und gemeinnützigen Einrichtung natürlich teilweise Wochenendarbeit an, die man jedoch wiederrum mit freien Tagen ausgleichen kann. Genauso wie Überstunden, die nach Absprache jederzeit abgesetzt werden können.

Ein ganz großes Manko ist die Bezahlung, denn die beträgt 280 € im Monat. Das ist für jemanden, der eventuell noch bei seiner Familie wohnt genug. Ich jedoch wohne nicht mehr daheim und muss irgendwie meine Miete und sonstige Ausgaben zahlen. Mit meinem Kindergeld geht das gerade so, aber entspannt ist es wirklich nicht. Eine Fahrkarte bekommt man leider auch nicht gestellt und natürlich auch nicht die Unterkunft und das Essen (so wird das FÖJ oft beworben).

Mal schauen, wie sich das Jahr entwickelt. Immer optimistisch sein, nicht wahr? :)

Kommentare:

  1. FÖJ finde ich eine schöne Alternative zum FSJ und ich denke es ist sehr wichtig nach der Schule erstmal etwas anderes zu machen und sich etwas umzugucken. :)

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  2. Ach und ein Header gefällt mir total!! :)

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    1. *hust* Naja, aus der Schule bin ich schon lange raus^^
      Aber ist einfach mal was anderes.
      Leider wird das FÖJ nicht so anerkannt wie das FSJ, weil es viele Leute einfach nicht kennen. :(

      Schön, dass er dir gefällt! War auch viel Arbeit :)
      Und jetzt bin ich auch endlich mal damit zufrieden

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  3. Schicke Tierchen :) Vorallem die Schlangen. Ich liebe Schlangen, Reptilien allgemein.

    Schade, dass das FÖJ nicht so anerkannt wird :( Aber ich denke, du hattest sicherlich viel Spaß und hast die Tierchen auch schätzen gelernt.

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  4. Ich hab vor 4 Jahren ein freiwilliges SOZIALES Jahr in einer Ganztagsgrundschule gemacht. Tolle Erfahrung, aber bei der kleinen Bezahlung hätte ich es mir nicht vorstellen können, eine eigene Wohnung zu finanzieren... ich hab damals noch bei meinen Eltern gewohnt. Meinen Respekt also :)

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    1. Naja, mal gucken wie lange ich mir dieses Jahr tatsächlich "leisten" kann :/

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  5. Hammer bild, wo die schlange in die Kamera schaut !

    lg Lilly

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Lasst mir eure Meinung da! :)